Stephan on the road

Madrid - Tag 7 - Metrowechsel - 8.9.2014


Mein Wecker klingelt nach 5 Stunden Schlaf morgens um halb 7 und ich stehe auf, mache und trinke Kaffee, bereite Brote vor und packe meine Sachen zusammen. Die Nacht war kurz, aber eine andere Möglichkeit gibt es momentan nicht, wenn ich meinen Flug nach Madrid nicht verpassen möchte. Ich verabschiede mich von Dennis, der auch mittlerweile aufgestanden ist. Es waren ein paar schöne Tage hier. Ich bin froh, dass ich meine Reise hier gestartet habe, wenn auch es nicht wirklich auf dem Weg liegt! Vielen Dank nochmals!

In der Metro-Station Baixa-Chiado angekommen möchte ich eine Fahrkarte kaufen, aber scheitere daran, dass der Automat keinen 20 Euro Schein annimmt. Ich frage einen offensichtlich als Bediensteten der Metro erkenntlichen Menschen, ob er meinen Schein wechseln kann, kann er aber nicht.

Auf der anderen Seite ist noch einer, den ich auch frage. Auch kein Erfolg. Aber er rät mir, doch zu warten, bis der "offizielle" Schalter aufmacht (offensichtlich noch jemand anderes). Dieser Schalter ist laut Schild ab 7:45 Uhr geöffnet. Ich gucke auf die Uhr, 7:50 Uhr... Warten erscheint mir unangebracht... Willkommen im Alltag auf der iberischen Halbinsel! Anwesendes Personal kann nicht weiterhelfen und nicht anwesendes Personal ist nicht anwesend... Ich löse das Problem letzten Endes dadurch, dass ich Geld am Automaten in der Nähe abhebe, so dass ich einen 10 Euro Schein habe, welchen der Fahrkartenautomat auch will.

Nachmittags lande ich in Madrid-Barajas. An manchen Orten kommt man halt öfters vorbei... Hier habe ich sogar schon mal genächtigt! Ich steige wieder in die diesmal Madrider Metro und stelle fest, dass ich mir nicht alle Nase lang an irgend etwas den Kopf stoße! Das sehe ich sehr positiv...

Überhaupt ist es schon merkwürdig, wie sehr sich Metros und Menschen ändern können, wenn man nur "kurz" fliegt. Die Menschen hier wirken steriler, disziplinierter und ein wenig lebloser wie noch in Lissabon. Das eher weiche und genuschelte Portugiesisch ist dem eher zackigen Spanisch gewichen...

Madrid ist sehr heiß und schwül heute. Ich muss beim Laufen oberhalb der Erde schon ein paar Mal durchpusten, aber erreiche schließlich auch dank der Karte vom Flughafen schnell die Hostel und kann noch die späte Stadttour mitmachen...

Netter Flusspark

Mein Fuß feat. las carreteras radiales

Stadttour

Plaza Mayor

Ein Cafe namens Eboli


Madrid - Tag 8 - Im Fluge von Witz-Air - 9.9.2014


Ich schlafe ein wie ein Stein und werde aber jäh geweckt von einem infernalischen Geräusch. Das ganze Zimmer wacht auf. Ich kann aber noch nicht die genaue Quelle lokalisieren und schlummer wieder weg...

Etwa zehn Minuten später das ganze wieder... Und dann wieder... Ich werde ungeduldig und frage in den Raum, wessen Wecker das ist. Die Brasilianerin auf der anderen Seite greift das auf und fragt den Menschen schräg neben sich, ob es sein Wecker ist, was er bejaht. Er wird gebeten in auszuschalten und macht es dann auch.

Einige Stunden später ist dann meine Aufweckmusik dran. Das heißt, wir nun halb 8 haben und ich schlafe kurz nachdem ich den Song wieder abgeschaltet habe wieder ein... ...und wache um 20 vor 11 wieder auf. Ich möchte gerne duschen. Bei einem Auschecktermin bis 11 Uhr mit Packen ein ehrgeiziges Ziel, aber ich stehe frisch geduscht und gepackt um 11 Uhr am Schalter und erfahre, dass die ganze Hast nicht nötig gewesen wäre, da ich eh meinen Rucksack kostenpflichtig aufbewahren muss und deswegen auch Dusche und Küche länger benutzen darf... Egal.

Ich setze mich bei starkem Sonnenschein in ein Straßen-Cafe nach draußen, genieße meinen Kaffee und lese mich einen Reiseplan für den Iran an... Ein wunderbarer Tag...

Madrid ist zwar bei weitem nicht meine bevorzugte Stadt in Spanien, aber irgendwie auch gar nicht so übel. Trotzdem freue ich mich sehr auf Budapest, von dem ich mir mehr verspreche.

Später am Tag muss ich feststellen, dass meine Maschine dann Verspätung hat. Finde ich jetzt aber nicht so schlimm, weil ich mir eine FAZ am Flughafen sichern konnte. Der Flug selbst allerdings lief ziemlich bescheiden. Kotzende Kinder neben mir, keifende Frauen hinter mir und unfreundliche und unverschämte Stewardessen überall. Mit einer Stunde Verspätung landen wir um halb 1 nachts in Budapest und ich schließe das Kapitel Witz-Air für mich.

Dummerweise habe ich aber auch noch einen Witz-Air Flugtransfer in die Innenstadt gebucht und frage das nette Mädel vom Airshuttle-Service nach der Haltestelle. Sie möchte mir viel lieber ein Ticket für ihren Airshuttle verkaufen und ich sage, dass falls ich meinen Bus nicht finde, ihr Ticket gerne nehme...

Ich streife über den Parkplatz und sehe einen großen roten Bus und bewege mich direkt drauf zu. Das kann nur der Witz-Air-Transfer-Bus sein. Aber nein. Das ist der Rumänen-Express nach Cluj. Interessante Alternative, aber heute lieber Budapest!

Ich frage einen anderen Busfahrer nach meinem Bus, aber dort antwortet mir eine sehr entgegenkommende Frau und rät mir den öffentlichen Bus zu nehmen, der gerade eintrifft. Gute Idee, ich setze sie sofort um und renne los.

Der Bus ist tatsächlich richtig und kostet fast kaum was. Allerdings fährt er irgendwie auch nicht durch, alle müssen umsteigen, so auch ich. Wohin der andere Bus fährt, weiß ich auch nicht, aber ich quatsche ein wenig mit dem Mädel schräg vor mir und sage ihr, wo ich hin muss und sie sagt mir eine Haltestelle vorher Bescheid, dass ich aussteigen muss. Und, Bingo! Dafür, dass an dieser perferkten logistsichen Leistung der Zufall eine sehr starke Rolle gespielt hat, bin ich schon um 2 Uhr (nachts...) an meiner Hostel angekommen und kann - noch viel besser - beim Einchecken direkt mein Netzteil im Empfang nehmen, was mir meine Schwester zugeschickt hat! Somit kann ich endlich meinen Rechner wieder benutzen! Perfekt und gute Nacht!

Platz neben meiner Unterkunft

Wichtiger Platz auf dem Weg zur Metro


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