Stephan on the road

Montenegro - Tag 17 Ode an die Ödnis ODER ein bisschen Teheran in Podgorica ODER Transformers Meeting in Podgorica ODER Potthässlichkeit in Podgorica ODER auf dem Weg nach Skopje - 18.9.2014

Von Wegen, Mazedonien oder Bosnien... Jetzt bin ich in Montenegro gelandet. Hier gibt es soviele kleinere Länder, dass man echt schon mal die Übersicht verliert oder Ländern miteinander verwechseln kann...

Als zusätzliche Besonderheit sollte ich erwähnen, dass dieser Tag quasi von hinten nach vorne verläuft. Es ist viel passiert, ich bin viel rumgekommen.

Die Montenegriner nennen ihr Land übrigens genauso: Crna Gora! Also auf geht´s...!

Podgorica - Derselbe Tage - Mittags bis Abends

Es ist abend, um genau zu sein 21.24 Uhr und ich sitze im Bus in Richtung Skopje. Im Bus habe ich eine Gruppe Mazedonier kennengelernt, von denen auch schon mal welche in Deutschland waren und zwar um im Rahmen eines Programms für Burger King zu arbeiten. Sehr merkwürdig, was es alles für Programme gibt, aber gut...

Ich hatte ein wenig Bedenken vor der Fahrt, aber sie ist ziemlich alternativlos. Der Bus geht über Nacht und es liegt wieder eine Grenze dazwischen, an der man kontrolliert wird. Ich habe schon eine Menge Busfahrten über Nacht mitgemacht, aber die meisten macht man nicht freiwillig sondern weil eine gewissen Alternativlosigkeit vorherrscht und man schließlich voran kommen möchte.

Deswegen saß ich davor in einem Cafe direkt in der Nähe vom Busbahnhof. Dort habe ich eine Iranerin kennengelernt, die auch durch die Länder des Balkans reist. Sie ist mir schon aufgefallen als ich angekommen bin, aber angesprochen habe ich sie erst als ich in dem Cafe als von der Toilette zurückkam und sie direkt da saß. Vorher saß sie draußen, aber da bin ich noch an ihr vorbeigelaufen, weil ich erst die Stadt erkunden wollte.

Jedenfalls bittet sie mich an ihren Tisch und wir unterhalten uns über das Reisen allgemein, unsere persönliche Lebenssituation und ihr Land, was mich natürlich auch brennend interessiert. Sie ist sehr davon angetan, aber ich komme nicht umhin, zu bemerken, dass sie eine sehr amerikanische Aussprache hat und sie mir im Laufe des Gesprächs auch gesteht, dass sie ebenfalls Amerikanerin ist. Allerdings liegen wir Gott sei Dank politisch eher auf einer Linie, was uns beiden das Fortschreiten des Gespräches doch gewaltig erleichtert.

Ihr Name ist Mahtab, was auf Farsi sowas wie Sonnenaufgang bedeutet. Wenn ich dann an die Bedeutung von meinem Namen denke, muss ich eher lachen, aber egal. Wir unterhalten uns gut und sie gibt mir ihre Kontaktdaten, so dass ich mich wieder bei ihr melden kann, wenn ich in Teheran bin, weil sie ganz in der Nähe am Kaspischen Meer wohnt. Ich kann es auch kaum erwarten.

Bevor ich Mahtad traf, saß ich im gleichen Cafe, allerdings draußen (wo sie wohl vor ein paar Stunden auch noch gesessen hat) und habe mich über künftige Reiserouten informiert und gesurft. Dort habe ich mich allerdings erst hingesetzt nachdem ich mit dem Stadtrundgang in Podgorica fertig geworden bin und das hat nur ein paar Stunden gedauert.

Sogar der Reiseführer rät einem davon ab nach Podgorica zu reisen und auch alles andere sprach dagegen, aber auch reiner Neugier und aus logistischen Gründen habe ich es trotzdem gemacht. Und sie da, die Stadt ist einfach, wenn man es noch nett ausdrücken mag, unglaublich langweilig. Wenn man schon spitz werden möchte, ist sie auch noch hässlich obendrein und verfügt über keinerlei wirkliche Sehenswürdigkeiten.

Hässliches Gedäube reiht sich an hässliches Gebäude und dazu kommt noch ein noch hässlicheres Gebäude obendrauf. Abgerundet wird das Ganze durch unbeschreiblich hässliche Transformers-Figuren, die aus irgend einem Grund mehrfach verteilt und meterhoch in der Stadt vorzufinden sind. Wer zum Teufel kann so einen Blödsinn denn nur finanziert haben?

Das Potenzial in dieser Stadt deprimiert zu werden ist durchaus bedrohlich. Ich kam gegen 1 Uhr an und habe sofort meinen großen Rucksack abgegeben und bin los in die Stadt. Zweieinhalb Stunden später war ich fertig und bedient.

Transattraktion I

Transattraktion II

Transattraktion III

Nummer 4

Hauptplatz der Stadt

Hbf sogar mit Zug nach Belgrad

Bruecke

Keine Ahnung

Derselbe Tag - Budva - Morgens

Davor saß ich im Bus von Budva nach eben dieser Stadt und hatte eine einigermaßen angenehme Fahrt. Montenegro sieht an der Küste doch ganz anders aus, wie im Land selbst. Die Küste ist reich, sehr wahrscheinlich sehr viel ausländisches Geld haben die Küste zu einem begehrten Ferienort gemacht.

Viele Russen, aber auch Engländer und Amerikaner sind hier. Die Altstadt von Budva oder sagen wir das alte Fort ist fantastisch und erinnert wirklich an Dubrovnik, es fehlt aber wenig um dran zu kommen. Laufen durch die kleinen Gässchen ist fast wie ein kleiner Irrgarten bei dem man echt aufpassen muss...

Ich frühstücke nachdem ich recht früh wach geworden bin eine Pizza mangels Alternativen und bekomme in der Hostel von dem Besitzer einen türkischen Kaffee. Mir egal, Hauptsache er macht wach.

Budva Altstadt

Budva Stari Grad


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