The Balochistan Diaries

Grenze Iran - Pakistan - Tag 86 - 27.11.2014

Ich war mir ursprünglich nicht sicher, was die beste Strategie ist, diese nicht ganz ungefährliche Grenzregion zwischen Iran und Pakistan, die beide Belutschistan unter sich aufgeteilt haben, zu passieren. Die Grenzregion ist bekannt für Schmuggler, Drogenhändler und belutschische Separatisten, die nichts drauf geben, was in Teheran oder Islamabad entschieden wird.

Die letzten Jahre gab es jeweils auch Entführungen, wobei keins der Opfer ums Leben gekommen ist. Meist waren die Treiber dafür (pseudo-)politisch oder rein monetär. Die letzte Entführung eines deutschen Staatsbürgers ist schon mehrere Jahre her.

Nichtsdestoweniger ist dies die einzige Landgrenze zwischen Iran und Pakistan und sie wird regelmäßig genutzt. Daher hält sich nach meiner Einschätzung das Risiko in Grenzen. Ich habe mit einigen Reisenden gesprochen, die auch diese Grenze und die Fahrt durch Belutschistan, teilweise sogar mit eigenem Fahrzeug, genutzt haben.

Nachdem ich recherchiert habe, dass im Oktober ganze 11 Reisende aus Drittländern die Grenze passiert haben, habe ich mich dafür entschieden die Nacht in Mirjaveh statt in Zahedan zu verbringen. Zahedan hätte den Vorteil gehabt, vielleicht noch andere Reisende zu treffen, was ich mittlerweile für unwahrscheinlich halte.

Dies ist wahrscheinlich das Verrückteste, was ich bisher gemacht habe. Ich hoffe, dass Pakistan es mir danken wird. Klar könnte ich auch fliegen aber das passt nicht zu meinem Motto on the road. Außerdem ist das für Weicheier.

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